In den Urlaub mit Hund, Katze und Frettchen

Fotolia_40345282_XS_copyright.jpgMit mehr als 30 Millionen Haustieren liegen die Deutschen im Vergleich auf Platz 2 in Europa. Hunde und Katzen liegen dabei ganz vorne. Die Tierbesitzer haben im letzten Jahr ca. 4 Millionen Euro für Pflege, Ernährung und Urlaub rund um ihr Tier ausgegeben.

Aber gerade bei letzterem, dem Urlaub mit Hund, Katze oder Frettchen sollte man einiges beachten. Innerhalb der europäischen Union muss man seit 2004 für sein Tier einen europäischen Heimtierpass besitzen. Dies ist ein Dokument was unter anderem die Daten des Besitzers enthält sowie alle Angaben zu Wurmkuren, Behandlungen gegen Zecken, Impfungen und tierärztliche Untersuchungen. 2011 kam noch die Pflicht Kennzeichnungspflicht dazu, das heißt jedes Tier muss mit einem Mikrochip, der unter die Haut implantiert wird, ausgestattet sein. Eventuell vorhandene  Tätowierungen sind seitdem innerhalb der EU nicht mehr als Kennzeichnung gültig.

Besonderes Augenmerk

Um mit seinem Haustier ins europäische Ausland reisen zu dürfen ist eine aktuelle Tollwutimpfung nötig. Aber auch hier gilt es sich über die Vorschriften vorab genau zu informieren. Reicht in dem einen Land das die Erstimpfung 21 Tage vor Reisebeginn gegeben wurde, muss man für Irland, Schweden, Malta, Großbritannien und Nordirland eine positive Tollwut Antikörper Bestimmung, auch Tollwut-Titer genannt, nachweisen. Dafür werden bestimmte Zeiten festgelegt an die man sich halten muss, mindestens 3 Monate vor der Einreise aber frühestens 30 Tage nach der Impfung.

Zecken und Co

Gerade in den Ländern wo es wärmer und feuchter ist als bei uns in Deutschland, muss man mit Krankheiten rechnen die man hier nicht oder nur selten kennt. Zecken können zum Beispiel die gefährliche Hundemalaria, auch Babesiose genannt, oder das Zeckenfieber- Ehrlichiose übertragen. Oder aber können bestimmte Arten von Moskitos durch ihren Stich Larven übertragen, diese entwickeln sich zu Herzwürmern, die bis zu 30 cm lang werden können. Befallen werden Herz, Lunge und große Blutgefäße.

Man sollte sein Tier also unbedingt einige Zeit vor dem Urlaub gegen den Befall von Zecken, Flöhen und Stechmücken behandeln. Die Würmer kann man bei rechtzeitigen Beginn, wirkungsvoll mit Wurmmitteln loswerden. Dafür sollten diese aber noch im Larvenstadium sein. Ausgewachsene Würmer die abgetötet werden, können die Gefäße verstopfen, die dann eine Thrombose verursachen können. Daher sollte man darüber nachdenken, die Wurmkur  noch während des Urlaubes und auch danach prophylaktisch zu geben.

 

Weitere Informationen findet man auf der Homepage des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:  http://www.bmel.de/DE/Tier/6_HausUndZootiere/Heimtiere/heimtiere_node.html

Und/oder natürlich bei seinem Tierarzt oder Veterinäramt.

Daten und Informationen zur Verfügung gestellt von ARAG Presseservice